| STÄRKE hat seine Schwächen |
|
|
|
|
Das Landesprogramm STÄRKE hat seine Schwächen, aber es ist eine Chance auf gesellschaftliche Veränderung und Partizipation der Mütterzentren. Das betonte das Mütterforum beim Gespräch mit den sozialpolitischen Sprechern der Fraktionen am 5. März 2008 im Stuttgarter Eltern-Kind-Zentrum. Bei diesem alljährlichen Runden Tisch mit den Landtagsabgeordneten war STÄRKE das zentrale Thema. Das Mütterforum brachte den Fraktionsvertretern der CDU (Wilfried Klenk), der SPD (Katrin Altpeter), der FDP (Dr. Noll) und der Grünen (Brigitte Lösch) die informelle Bildung der Mütterzentren nahe. „In Mütterzentren lernen Eltern von Eltern, die Erfahrung haben. Das hilft oft mehr als das Wissen aus Büchern“, ist der Tenor in den Mütterzentrum. Zur Diskussion kam es außerdem über die Schwächen des Landesprogramms. Das Mütterforum ist der Meinung, es stelle bezüglich der Kurse ein Curriculum dessen dar, was Eltern heute wissen sollten. Dieses Wissen spiegele in vielen Teilen gesellschaftliche Ansprüche an Eltern und führe durch diese Anspruchshaltung gerade nicht dazu, Eltern zu stärken. Im Gegenteil, die Eltern werden so verunsichert, wenn ihnen vermittelt wird, dass sie erst durch Kurse Eltern sein können. Das Mütterforum kritisierte außerdem die Rolle des Jugendamtes bei der Verteilung der Gelder und als Kontrollinstanz. Dr. Noll appellierte an die Runde, das neue Bildungsprogramm Stärke sei ein „lernendes System“, bei dem alle Beteiligten erst noch ihre Erfahrungen sammeln müssten. Das Mütterforum ist gespannt auf die angekündigte Evaluation, deren wissenschaftlich gestützten Ergebnisse spätestens 2012 vorliegen sollen.
![]() |




