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Mütterforum begrüßt Familienbildungsprogramm des Ministerpräsidenten PDF Drucken E-Mail

Rahmenvereinbarung unterzeichnet - In Mütterzentren lernen Eltern von Eltern

Am 25. Juni hat der Verband der baden-württembergischen Mütterzentren, Familienzentren und Mehrgenerationenhäuser die Rahmenvereinbarung des neuen Landesprogramms STÄRKE mit unterschrieben. Damit ist das Mütterforum ein anerkannter Träger der Familienbildung im Sinne des Landesprogramms. STÄRKE hat die Stärkung der Elternkompetenz zum Ziel ab dem Zeitpunkt, an dem Paare Eltern werden. Ab 1. September erhalten sie vom Land zur Geburt ihres Kindes einen Bildungsgutschein im Wert von 40 Euro.

Baden-Württemberg möchte, dass Eltern diesen Bildungsgutschein bei einem Bildungsträger ihrer Wahl einlösen. Sie sollen sich erstes Wissen für ihr neues Leben als Familie holen. Das können sie auch bei den Mütter- und Familienzentren.

Gleich zu Beginn der Ausarbeitung des Landesprogramms im Mai 2007 brachte das Mütterforum seine Position zur Familienbildung mit dem Begriff "informelle Bildung" in die Diskussion um Grundkurse, Themenkurse und Maßnahmen für besondere Lebenssituationen ein.

Informelle Bildung heißt, dass Eltern von Eltern lernen, die Erfahrung haben. "Das hilft oft mehr als das Wissen aus Büchern" sagt Andrea Laux, Projektverantwortlliche vom Mütterforum.

Die Mütter- und Familienzentren vermitteln die elementaren Kenntnisse zur Ernährung, Bewegung und Kindesentwicklung. Sie werden außerdem Themenkurse bieten, die sich mit den neuen Herausforderungen, zum Beispiel der Kommunikation in der Familie oder mit der Rolle als Vater und Mutter beschäftigen.

In Mütter- und Familienzentren bekommen die Eltern aber mehr als diese Standards. Wer diese Einrichtungen der Familienselbsthilfe kennt weiß, dass die Eltern in ein Bildungsumfeld der besonderen Art kommen. Sie werden andere Mütter und Väter treffen und sich mit ihnen unterhalten. Das passiert automatisch: Im offenen Café, dem Herzstück jedes Mütter- und Familienzentrums, vor der Kinderbetreuung, beim Mittagessen oder im Garten.

Die Eltern werden feststellen, dass hier Eltern die gleichen Fragen haben wie sie selbst. Sie werden auch feststellen, dass hier Mütter und Väter sind, die ihre Fragen beantworten können. Nicht nur im wöchentlichen Abstand und nur einige Stunden am Tag. Sie werden spüren: Hier kann ich etwas lernen, hier kann ich etwa geben, hierhin kann ich immer wieder kommen, auch wenn der "Kurs" vorbei ist.

"Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr" - mit Familien entlastenden und Familien stärkenden Angeboten muss das nicht sein. Mütter- und Famiienzentren erarbeiten zusammen mit den Familien Angebote und Dienstleistungen, die sich aus den Bedürfnissen des Familienlebens ergeben. In der Vergangenheit entstanden beispielsweise die flexible Kinderbetreuung, Mittagstische, Frühstücksrunden, um sich kennen zu lernen, Gesundheitsangbote und die fachliche Unterstützung in familiären Fragen.

Der Ausgangspunkt der Mütter- und Familienzentren ist stets: "Familien sind da und für sie erarbeiten wir unser Angebot. Immer wieder neu, immer wieder anders, immer individuell", erklärt Andrea Laux.

Das Landesprogramm STÄRKE gibt einen Rahmen vor, in den sich die Mütter- und Familienzentren mit ihrer ganz spezifischen Herangehensweise an die Eltern anpassen.

21 Mütter- und Familienzentren, die im Landesverband Mütterforum miteinander vernetzt sind, nehmen ab 1. September die Bildungsgutscheine der Eltern an. Es sind dies die Einrichtungen in Stuttgart-West, Stuttgart-Süd und Stuttgart-Wangen, in Leinfelden-Echterdingen, Esslingen, Tübingen, Reutlingen, Pfullingen, Waldenbuch, Mössingen, Ammerbuch, Heubach, Herbrechtingen, Freudenstadt, Freiburg, Kehl, Rheinfelden, March-Reute, Herrischried, Rastatt und Karlsruhe.

Weitere Informationen: www.sozialministerium-bw.de