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Mütterforum trauert um Monika Jaeckel PDF Drucken E-Mail

Monika Jaeckel war eine der entscheidenen Initiatorinnen der Mütterzentrumsbewegung, man kann sagen, sie war die "First Lady" der Mütterzentren. Anfang der 80er Jahre bereitete sie den Weg für die Mütterzentren durch das Buch "Mütter im Zentrum - Mütterzentren", begleitet von Hildegard Schooß und Hannelore Weskamp. Das anschauliche Buch war die konzeptionelle Basis dafür, dass es viele Mütter wagten, zusammen mit anderen Müttern Mütterzentren zu gründen und für Familien den öffentlichen Raum sozusagen zurückzuerobern.

Monika Jaeckel war Soziologin. Als Wissenschaftlerin am Deutschen Jugendinstitiut tätig, veröffentlichten sie und ihre Mitstreiterinnen das Mütterzentrumsbuch als Antwort auf eine Studie des DJI. In dieser Studie wurden junge Famiilien nach ihrem Alltag und ihrer Lebenssituation befragt, nach ihrer Meinung zu Familienpolitik und Familienbildung und nach dem, was sie sich als Unterstüztung in ihrem täglichen Leben wünschten. Unter anderem brachte diese Studie zutage, dass viele Eltern institutionelle Familienbildungsprogramme nicht nutzen, weil sie ihren Bedürfnissen nicht entsprechen. Der Gundstein für die Familienselbsthilfe wurde gelegt.

Monika Jaeckel war außerdem der Motor der internationalen Vernetzung, langjährige Vorstandsvorsitzende von mine e.V. (Mothercenters international network of empowerment) und Impulsgeberin in vielfacher Hinsicht auch für das Mütterforum Baden-Württemberg. Wie formulierte es Andrea Laux, Mütterforum so treffend:" In ihrer kritischen und progressiven Art hat sie uns unterstützt und uns manch heilsamen Tritt gegeben, der unserer Weiterentwicklung diente". Monika Jaeckel war bis zum Schluss auch ein besonderes Anliegen, dass mine e.V. "das internationale Netzwerk für Mütterzentrumsnetzwerke" erhalten bleibt.

Dem Wunsch von Monika können und sollten wir entsprechen, in dem wir sowohl unsere fachlichen, sozialen, als auch finanziellen Ressourcen bündeln.

Monika Jaeckel hatte die GWIA, ein internationales Lernformat, auf der Expo 2000 in Hannover/ Salzgitter ins Leben gerufen. Die GWIA ist ein weiterer Meilenstein, den Monika auf den Weg zur Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit der Mütterzentren, setzte.

Monika Jaeckel hinterlässt uns ihre Impulse, ihre konstruktive Kritik, Ihre Power, ihre Visionskraft und ein starkes Netzwer, in dem jede Einzelne von uns wichtig für dessen Erhalt ist. Wenn wir unsere Zukunft - vielleicht genau dann, wenn wir mal nicht so recht weiter wissen - durch ihre Augen betrachten, dann erhalten wir uns den Schwung. Wir sind alle ihre Erbinnen!

Nach 14 Monaten Krankheit starb nun am 6. November Monika Jaeckel. Sie hat uns entsprechend ihres Geburtslandes Japan eine Weisheit hinterlassen: "Mit 60 Jahren solltest Du anderen weitergeben, was Du bis dahin aufgebaut hast..." Auf der Seite www.MonikaJaeckel.com sind nicht nur ihre Lebensstationen nachzulesen, sondern gerade für uns Mütterzentrumsfrauen auch viele wertvolle Hinweise.

Das Mütterforum wird Monika Jaeckel immer in Erinnerung behalten.

Vorstand und Geschäftsstelle