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Mütterzentren in Baden-Württemberg waren im GRUNDTVIG-Programm Gastgeber für Lernpartner aus Polen |
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Mütter- und Familienzentren live erlebt
Familienbildungsinstitut und Mütterinitiativen aus Polen waren als Lernpartner im Grundtvig-Programm zu Gast beim Mütterforum
Im Rahmen von Grundtvig, einem der Förderprogramme der Europäischen Union, waren einige Mütterzentren des Landesverbandes Ende Februar 2011 Gastgeber für Lernpartnerinnen aus Polen. Verantwortlich für das viertägige Programm des Lernbesuches war das Mütterforum, der Landesverband der 50 Mütterzentren, Familienzentren und Mehrgenerationenhäuser in Baden-Württemberg.
Zu den Besucherinnen gehörten Fachfrauen für frühkindliche Entwicklung und Förderung des Familienbildungsinstituts Astrid-Lindgren, Posen. Außerdem waren Frauen, teilweise professionelle Pädagoginnen, aus Mütterinitiativen in Krakau und Warschau dabei. Sie waren mit dem Wunsch nach Stuttgart gereist, einen möglichst umfassenden Eindruck von Mütter- und Familienzentren zu bekommen. Sie wollten vor Ort erleben, was es heißt, sich in Familienselbsthilfe dafür einzusetzen, der „Dorfbrunnen der Moderne“ zu sein. Anschaulich präsentierten dies das EKiZ, Stuttgart-West sowie die vier weiteren Stuttgarter Einrichtungen: das FiZ (Familie im Zentrum) in Wangen, der Eltern-Kind-Treff in Vaihingen, das Gaisburger Familienzentrum und das Familienzentrum MüZe Süd, Heslach.
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Impulse einer weltweiten Bewegung aus deutscher Sicht |
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1996: UN-Konferenz Habitat II in Istanbul
Auf der UN-Konferenz Habitat II treffen sich die Weltregierungen, um sich über die Zukunft der Städte zu verständigen und gemeinsame Lösungen für Stadtentwicklung unter Berücksichtigung der Themen wie Umwelt, Recht auf Wohnen, Mobilität, Zugang zu Serviceleistungen, Sicherheit und der Entwicklung von Nachbarschaften und außerfamiliären Bindungen im öffentlichen Raum.
Der Beitrag der deutschen Mütterzentren war ein Mütterzentrums-Modell auf dem Konferenzgelände in Istanbul. Zwei der vier Säulen der Mütterzentren – das offene Café und die Kinderbetreuung – wurden mit diesem Modell anschaulich präsentiert.
Andrea Laux, heute mine-Vorsitzende, war seinerzeit verantwortlich für die Planung, Umsetzung und den Betrieb des Modell-Mütterzentrums in Zusammenarbeit mit dem türkischen GROOTS-Mitglied, der „Foundation for the Support of Women’s Work“.
GROOTS International finanzierte diesen gelungenen Auftritt, bei dem erstmalig in der Geschichte von UN-Weltkonferenzen Kinderbetreuung für die Besucher und die Verantwortlichen zum Service gehörte.
Als Partner zur Seite stand die Huairou-Commission. Diese Kommission formierte sich 1996 in Istanbul, um damit Basisorganisationen einen größeren Einfluss auf internationale politische Entscheidungen zu ermöglichen. Zu ihren Mitgliedern gehörten die Gruppierungen HIC (Habitat International Council), ICW (International Council of Women), GROOTS und UN Habitat, die auf der Weltfrauenkonferenz in Peking mit vertreten waren.
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"Mütterzentren sind Akademien für praxisnahe Erziehung" |
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Ziel des Mütterforums ist es, dass die informelle Familienbildung in den offenen Treffs seiner Mütterzentren gesellschaftliche Norm wird. Dieses Ziel verfolgen andere MÜtterzentrums-Netzwerke in Europa ebenfalls. Das Mütterforum nutzt deshalb jede Gelegenheit, Brücken zu bauen zu den Kolleginnen im Ausland. Vom 20. bis 23. November 2009 gab es auf der internationalen Konferenz "How do we want to raise our children?" (Wie sollen in Zukunft unsere Kinder aufwachsen?) in der Slowakei dazu ausreichend Gelegenheit.
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Nationaler/ Internationaler Event: Walk the mile |
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Die nationale Beteiligung an öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen wie der seit 2004 jährlich in der Slowakei durchgeführten "Mile für mothers" baut Brücken über die Ländergrenzen hinweg. In 2010 stand der Event in der Slowakei am 8. Mai (vor Muttertag) unter dem Motte "Walk the mile".
Am "Meilen-Lauf 2010" beteiligt waren Argentinien, Tschechien, Ungarn, Niederlande, Russland, Slowakei, die USA und in Deutschland Zentren aus Stuttgart und Umgebung.
Alle anderen Mütterzentren im Ländle waren ebensfalls eingeladen, das Konzept und das Motto für eigene Zwecke zu nutzen und selbst eine Veranstaltung vor Ort zu inszenieren.
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Mütterzentren bringen den gesellschaftlichen Wandel in Europa voran |
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Am 14. und 15. Mai 2009 trafen sich mehr als 60 Delegierte von Mütterzentren und Eltern-Kind-Zentren zur Abschlusskonferenz des zweijährigen EU-Projekts "GRUNDVIG-Lernpartnerschaften" in Wien. Das Motto der Tagung hieß: "Eltern-Kind-Zentren als Orte lebenslangen Lernens".
Auf der Tagung präsentierten die neun beteiligten Mütterzentrums-Netzwerke und NGOs (Nichtregierungsorganisationen) aus unterschiedlicher Perspektive, warum die Mütterzentren zu Recht ein "Exportschlager" genannt werden. In mittlerweile 24 Ländern weltweit - neu dazugekommen sind Bulgarien und die Türkei - verbessern sie die Infrastruktur für Familien. An vielen Orten sind sie sogar Initiatoren für gesellschaftlichen Wandel.
Das Mütterforum präsentierte anschaulich die gemeinsame Philosophie "Offenheit". Offenheit für Menschen Ljeden Lebensalters. Offenheit für kulturelle, ethnische und soziale Unterschiede. Mütterzentren fragen nicht, woher jemand kommt, sondern womit er sich einbringen möchte und kann. Diese Haltung ermöglicht Integration.
Weiterlesen im Weitblick1/2009 , Seite 24 she. Publikationen |
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