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Impulse einer weltweiten Bewegung aus deutscher Sicht PDF Drucken E-Mail

 

1996: UN-Konferenz Habitat II in Istanbul

Auf der UN-Konferenz Habitat II treffen sich die Weltregierungen, um sich über die Zukunft der Städte zu verständigen und gemeinsame Lösungen für Stadtentwicklung unter Berücksichtigung der Themen wie Umwelt, Recht auf Wohnen, Mobilität, Zugang zu Serviceleistungen, Sicherheit und der Entwicklung von Nachbarschaften und außerfamiliären Bindungen im öffentlichen Raum.

Der Beitrag der deutschen Mütterzentren war ein Mütterzentrums-Modell auf dem Konferenzgelände in Istanbul. Zwei der vier Säulen der Mütterzentren – das offene Café und die Kinderbetreuung – wurden mit diesem Modell anschaulich präsentiert.

Andrea Laux, heute mine-Vorsitzende, war seinerzeit verantwortlich für die Planung, Umsetzung und den Betrieb des Modell-Mütterzentrums in Zusammenarbeit mit dem türkischen GROOTS-Mitglied, der „Foundation for the Support of Women’s Work“.

GROOTS International finanzierte diesen gelungenen Auftritt, bei dem erstmalig in der Geschichte von UN-Weltkonferenzen Kinderbetreuung für die Besucher und die Verantwortlichen zum Service gehörte.

Als Partner zur Seite stand die Huairou-Commission. Diese Kommission formierte sich 1996 in Istanbul, um damit Basisorganisationen einen größeren Einfluss auf internationale politische Entscheidungen zu ermöglichen. Zu ihren Mitgliedern gehörten die Gruppierungen HIC (Habitat International Council), ICW (International Council of Women), GROOTS und UN Habitat, die auf der Weltfrauenkonferenz in Peking mit vertreten waren.

Die mit Andrea Laux angereisten Mütter und Kinder aus bayerischen und baden-württembergischen Mütterzentren arbeiteten den ganzen Konferenztag und betreuten Kinder aus ca. 19 Nationen.

Prominenter Besucher des Mütterzentrums-Modells war Bundesbauminister Klaus Töpfer, der auch der Leiter der deutschen Regierungsdelegation auf der UN-Habitat Konferenz war. Er bat Andrea Laux, jeden Tag anlässlich des Briefings der deutschen Regierung darüber zu berichten, was die deutschen Mütterzentren auf der Konferenz in Workshops und im Modell Mütterzentrum diskutiert und erarbeitet haben, als Lösung vorschlagen und als Appell zur Umsetzung an die Politik weitergeben. Überzeugt von dieser Lobbyarbeit berief Klaus Töpfer Andrea Laux in das Nationalkomitee für Habitat der deutschen Regierung.

1999: Nominierung der Mütterzentren für die Best Practice-Auszeichnung der UN-Habitat mit dem Dubai Award

Monika Jaeckel reichte das Konzept der deutschen Mütterzentren für den Mütterzentren-Bundesverband in den Wettbewerb um das internationale „Gütesiegel“ Best Practice beim UN-Habitat-Komitee für den Dubai Award. Die anschließende Nominierung resultierte daraus als erster Erfolg.

2000: GWIA - Entwicklung und Erprobung in Salzgitter

Die GWIA, die „Grassroots Women’s International Academy“ ist die größte Lernpartnerschaft innerhalb der Mütterzentrumsbewegung. Sie wurde während der Hannoveraner Expo 2000 im Mehrgenerationenhaus in Salzgitter zum ersten Mal durchgeführt.

Monika Jaeckel hatte dieses Lernformat mit erfahrenen Basisfrauen aus den Mütterzentren und den bewährten Partnern GROOTS und Huairou Commission entwickelt. Seit dieser Zeit wird die GWIA von den beteiligten Partnern regelmäßig organisiert.

Bereits 1998 und 1999 erprobte Monika Jaeckel im Vorfeld der Expo das Format der GWIA anhand von zwei Akademien. An diesen nahmen westeuropäische und osteuropäische Frauengruppen teil. Weitere Informationen auf www.gwia.net

2000: Gründung von mine e.V., dem internationalen Netzwerk der Ländernetzwerke (Mothercenters international network for empowerment)

Initiatorinnen von mine e.V. waren unter anderem Monika Jaeckel, Andrea Laux, Ingrid Bregenzer, Renate Stein, Liane Heimbokel, Gudrun Hausting, Biserka Herud, Rut Kolinska und Senada Dzankic, um einige der federführenden Frontfrauen zu nennen.

Durch mine e.V. sollte die internationale Vernetzung an Substanz und an Schubkraft gewinnen. Monika Jaeckel war bis 2007 Vorstandsvorsitzende von mine e.V. Anschließend übte sie eine aktive Funktion aus auf Basis ihrer langjährigen Erfahrung, ihrer Kontakte, ihrem wissenschaftlichen Hintergrund und ihrer Visionen.

Bis zu ihrem Tod am 6. November 2009 war sie die Impulsgeberin in der weltweiten Vernetzung durch mine e.V. Ihr unschätzbares Erbe übernahmen die amtierenden Vorstände Andrea Laux, Deutschland, Renate Stein, Argentinien und Waltraud Erharter-Hitthaler, Italien, sowie viele aktive Mütterzentrumsnetzwerke auf der ganzen Welt.

2001: GWIA 2001, New York

Monika Jaeckel leitete die zeitgleich im UN-Gebäude stattfindende GWIA, das Forum der Basisfrauen mit ihren Vertretern und Fürsprechern aus Regierungen, von Stiftungen und von UN-Organisationen.

Andrea Laux reiste als Repräsentantin der deutschen Regierung auf die UN-Generalversammlung, um dort an der Sondersitzung für Habitat teilzunehmen. Sie brachte dort die Meinung der Basisfrauen zu dringenden Themen der nachbar-schaftlichen Städteentwicklung ein. Der im Stuttgarter Eltern-Kind-Zentrum angefertigte Gemeinschafts-Quilt war übrigens Teil der von Kofi Anan eröffneten Ausstellung im Foyer des UN-Gebäudes in New York.

2002: Dubai Award für mine e.V.

Mit der Idee und dem Konzept, die Existenz der Mütterzentren durch gegenseitigen Austausch und Vernetzung auf internationaler Ebene zu stärken, bewarb sich die Mütterzentren über mine e.V. um den Dubai Award. Dieses Mal mit weitreichendem Erfolg.

Mine e.V. gewann im Jahr 2002 den „Dubai International Award for Best Practices to Improve the Living Environment” für die Entwicklung einer Nachbarschaftskultur auf Basis der Stärkung der Zivilgesellschaft in und durch Mütterzentren. Der Preis wird seit 1996 alle zwei Jahre von der Dubai Municipality und der UN-Habitat-Kommission verliehen.

Mine e.V. setzte sich hierbei gegenüber 500 Projekten und Initiativen aus aller Welt durch und war einer der zehn Preisträger. Ein zweiter Aspekt für den Gewinn dieses mit 30.000 US-Dollar dotierten Preises war, dass mine e.V. sich für den Ausbau der internationalen Vernetzung der Mütterzentren gezielt engagiert.

Das Preisgeld wurde vor allem dafür eingesetzt, das Von- und Miteinander-Lernen im internationalen Kontext zu intensivieren.

2003: Gezielter Aufbau bosnischer Mütterzentren durch Fördermittel der Robert-Bosch-Stiftung und durch die Mütterzentren in Baden-Württemberg

Mine e.V. und eines seiner Ländernetzwerke, das Mütterforum Baden-Württemberg bündelten ihre Kompetenzen für das Gemeinschaftsprojekt „Aufbau bosnischer Mütterzentren in Zavidovici, Sarajevo und Sanski Most“.

Als Sponsor gewannen sie die Robert-Bosch-Stiftung, die Louis-Leitz-Stiftung und die Heidehof-Stiftung. Die kontinuierliche Begleitung und Beratung der bosnischen Mütterzentren seitens mine e.V. und Mütterforum Baden-Württemberg, ermöglichte es, insbesondere das Mütterzentrum in Zavidovici zu einem Kompetenzzentrum in der Region aufzubauen.

Von Vorteil erwies sich dabei, dass Senada Dzankic, die Gründerin dieses Zentrums ihr Know-how im Netzwerk der baden-württembergischen Mütter- und Familienzentren erwerben konnte. Ihre aktive Teilnahme am Leben der Mütterzentren in Baden-Württemberg Ende der 90er Jahre, motivierte die Mütterzentrums-Bewegung im „Ländle“, den Aufbau des Zentrums „Plamen“ in Zavidovici ab 2002 mit Geld und Gütern zu unterstützen.

2005 bis 2006: Erste internationale Mütterzentrums-Kampagne “How do we want to raise our children?”

Die Kampagne „How do we want to raise our children?“ sollte den Erfahrungsschatz von Familien im Bereich von Kindererziehung und Familienbildung zum ersten Mal sichtbar machen und herausarbeiten, welche Anliegen an die Politik Familien formulieren und welche Lösungsstrategien sie selbst haben, um das gute Auf-wachsen ihrer Kinder zu bewerkstelligen.

Henriette Heimgärtner von der Bernard van Leer-Stiftung stiftete die Idee zu dieser Kampagne. Im deutschsprachigen Raum motivierte diese unter der Überschrift „Wie sollen in Zukunft unsere Kinder aufwachsen?“ die Mütterzentrums-Netzwerke in Baden-Württemberg, Bayern, in der Schweiz und in Südtirol dazu, den Dialog mit Familien zu intensivieren.

Monika Jaeckel, Gründerin und Vorsitzende von mine e.V., entwickelte das Kampagnenformat und begleitete die Umsetzung. Organisiert und hauptverantwortlich durchgeführt wurde die Kampagne mit all‘ ihren Bausteinen von engagierten Frauen und Männern des slowakischen Netzwerkes der Mütterzentren. Sie gewannen weitere Sponsoren für die Kampagne und erreichten eine Sensibilisierung der Kommunal- und Landespolitiker zum Thema Familie.

In einem ersten Schritt band die Kampagne von Dezember 2005 bis August 2006 circa 30.000 Familien in 24 Ländern zu verschiedenen Fragen zum Thema „Gelingendes Aufwachsen“ ein. Der Fragenkatalog wurde in den Dialogkreisen gemeinsam diskutiert.

Die Ergebnisse aus den Dialogkreisen flossen in eine gleichnamige Länder-Konferenz im November 2006 in Bratislava ein. Daran nahmen 180 Mütterzentrumsvertreterinnen und Partner aus 22 Ländern teil. Diese Mütterzentren repräsentieren ca. 350.000 Familien weltweit. Mine e.V. zog in Bratislava Vertreter der Politik und Verwaltung, der Wirtschaft, der Medien und von Stiftungen in die gemeinsame Arbeit für familienfreundliche Strukturen in Städten und Gemeinden ein.

Aus den Dialogkreisen und den Ergebnissen dieser 22-Länder-Konferenz resultierte ein Strategiepapier mit Empfehlungen und Forderungen. Dieses wurde an die Entscheidungsträger in der Politik, Verwaltung und Wirtschaft weitergeleitet und entwickelte sich zu einem Lobbyinstrument für die Mütterzentren international.

Die gesamte Kampagne wurde finanziert von der Bernard van Leer Foundation, der Ford Foundation (via GROOTS International), von Cordaid, der European Social Found, der Initiative Equal, dem slowakischen Verkehrsministerium und Unternehmen der slowakischen Wirtschaft.

Move the pram – move the world: Die jährliche Meile für Mütter, Väter, Kinder und alle, die Familie leben

Als besonders medienwirksamer und gleichsam für die internationalen Mütterzentren vernetzender Kampagnen-Baustein, erwies sich am 13. Mai 2006 der Event „Move the pram – move the world“.

Das als „Guinness-Rekord im „Kinderwagenschieben“ bestätigte Großereignis brachte unter dem Motto „Meilenweit für die Familie“ im ersten Jahr knapp 6.000 Familien in acht europäischen Ländern zeitgleich an den Start. Das erfolgreich erreichte Ziel war, auf die Belange von Familien aufmerksam zu machen.

Move the pram – move the world findet seit dieser Zeit unter einem jährlich neuen Motto mit zunehmender Breitenwirkung statt hinsichtlich der Standorte, der Familien und entscheidender Partner, die daran beteiligt sind.

2006: Aufbau des ersten Mütterzentrums in Argentinien

Als ein Resultat der persönlichen Länderkontakte auf der Konferenz "How do we want to raise our children" im November 2006, entwickelte das Mütterforum eine Kampagne, die ausgehend von Stuttgart, zu Spenden für den Aufbau des ersten Mütterzentrums in Buenos Aires aufrief.

„Nicht nur das Geld, das hierbei zusammenkam, sondern vor allem die Solidarität der baden-württembergischen Mütterzentren war für die Aktiven im Slum von Suarez Grundstein legend, um das argentinische Mütterzentrum „Centro de madres y familias“ mit Leben zu erfüllen“, schreibt Renate Stein, einer der Hauptinitiatorinnen dieses Projektes im Herbst 2010. „Es ist gelungen, in Buenos Aires mit vereinten Kräften und dem Know-how sowohl von deutscher als auch von argentinischer Seite, ein Zentrum aufzubauen, dessen Arbeit mittlerweile auch von Regierungsseite gesehen und finanziell unterstützt wird.“

2006: Implementierung von Mütterzentren in ROMA-Nachbarschaften auf dem Balkan

Im Rahmen des sogenannten ROMA-Projektes entwickelte Monika Jaeckel Trainingsmaterialien zum Aufbau von Mütterzentren. Diese Materialien wurden in ROMA-Nachbarschaften in den Ländern Albanien, Bosnien, Bulgarien, Mazedonien und Serbien erfolgreich eingesetzt. Zu diesem Zweck wurde ein Team internationaler Mütterzentrums-Trainerinnen ausgebildet. Als Folge dieser Initiative gibt es nun in fünf Ländern Mütterzentren, die sich speziell um die Teilhabe von ROMA-Familien am gesellschaftlichen Leben kümmern.

Das Projekt wurde gemeinsam mit der niederländischen Stiftung Spolu initiiert.

Der niederländische Verband Cordaid (vergleichbar mit der deutschen Caritas) förderte das Projekt. www.spolu.nl

2006: Dubai Award für das Lernformat GWIA

2006 erhielt die aus der Bewegung der Mütterzentren entstandene GWIA den Dubai Award. Monika Jaeckel als Initiatorin der GWIA nahm das Preisgeld entgegen. Es diente in den folgenden Jahren vor allem dazu, den Aufbau von Mütterzentren in weiteren Ländern durch Basisarbeit vor Ort und Vernetzung voranzutreiben.

2007: Studie über die weltweite Verbreitung der Mütterzentren

Unter dem Titel „Spreading like a wildfire“ veröffentlichte Monika Jaeckel ihre Studie über das „Warum“ und „Wie“ der weltweiten Verbreitung von Mütterzentren. In Interviews beteiligt waren Mütterzentren aus Kanada, Bosnien, der Tschechischen Republik, aus der Slowakei, den Niederlanden und für Deutschland aus Baden-Württemberg. Erhältlich ist diese Studie als Download unter www.mine.cc

2007 bis 2009: Erste GRUNDTVIG-Lernpartnerschaft

Mitte 2007 bewilligte die Europäische Union dem internationalen Mütterzentrums-Netzwerk eine zweijährige Lernpartnerschaft zum Thema „GWIA als Lernformat zur Neugründung von Mütterzentren“. Deutschland, Österreich, Spanien, Bulgarien, Polen und die Tschechische Republik waren die Lernpartner, gefördert durch die Europäische Union. Argentinien, Belgien, Italien, die Niederlande und die Slowakei nahmen aus eigener Initiative, mit eigenen Mitteln und mit finanzieller Unterstützung von mine e.V. teil.

Das Mütterforum Baden-Württemberg war Gastgeber für die Lernpartner aus Österreich und Spanien. Die GWIA in Barcelona im September 2008 und die Abschlusskonferenz im Mai 2009 in Wien waren die Plattforum für das Lernen und den Austausch aller beteiligten Länder.

2008: Erste Mütterzentren in Nepal, in der Türkei und Polen

Mine e.V. realisierte in Workshops und Coachings die Gründung der ersten Mütterzentren in Nepal, Polen und in der Türkei. Die Impulse zur Gründung von Mütterzentren bzw. ähnlichen Strukturen waren in der Türkei und in Polen von der GRUNDTVIG-Lernpartnerschaft ausgegangen.

Die Gründung des Mütterzentrums in Nepal war ein separates Projekt in Zusammenarbeit mit der Nest!-Stiftung sowie von Practical Action, Centre for Technology & Development, einem Entwicklungshilfe-Partner aus Groß-Britannien.

www.practicalaction.org

2009 bis 2011: Zweite GRUNDTVIG-Lernpartnerschaft

Als ein gemeinsames Thema mit weiterem Lern- und Austauschbedarf stellte sich in der ersten Lernpartnerschaft die Familienbildung im Offenen Treff der Mütterzentren heraus. Ein diesbezüglicher Neuantrag bei der Europäischen Union im Rahmen von GRUNDTVIG wurde gestellt und befürwortet.

Beteiligt sind dieses Mal die Nest! Foundation, Niederlande, das polnische Bildungsinstitut Astrid-Lindgren, das Mütterforum Baden-Württemberg und das Netzwerk der slowakischen Mütterzentren.

In seinem Begleitbrief zum Folgeantrag schrieb das Mütterforum: Wir würden uns sehr freuen, wenn auch diesem Antrag stattgegeben würde. Unser Ziel ist es, den Erfahrungsaustausch über das Lernthema „Familienbildung in Einrichtungen der Familienselbsthilfe“ im europäischen Kontext zu intensivieren, in dem wir länder-typische Herangehensweisen, das heißt Unterschiede und Gemeinsamkeiten kennen lernen und voneinander lernen. Wir sind überzeugt, dass der Transfer bewährter und neuer Lösungen die Qualität unserer Kernkompetenz Familienbildung sichern hilft und sich auf den Alltag der Familienselbsthilfe nachhaltig auswirkt.“

Ausblick

2010: Mine e.V. feierte seinen 10. Geburtstag am 10.Oktober

Mit dem Internationalen Tag der Mütterzentren am 10.10.2010 wertschätzen die internationalen Mütterzentren das Lebenswerk von Monika Jaeckel, das untrennbar mit der Entstehung und Entwicklung der Mütterzentren national und international verbunden ist.

Das Motto des Aktionstages 2010 war „Deutschland“, weil die ersten Mütterzentren eben hierzulande entstanden. Es ging in diesem Zusammenhang auch darum, die Geschichte der Mütterzentren und ihre Verbreitung transparent zu machen.

International wurde und wird der Aktionstag von mine e.V., dem internationalen Netzwerk der Ländernetzwerke gesteuert. Ein Team aus unterschiedlichen Ländern bereitet den Tag vor. Jedes Land und Mütterzentrum kann sich aus dem Ideenfundus für den 10. Oktober etwas für sich heraussuchen oder etwas Eigenes planen und durchführen.

Der 10. Oktober wird darüber als Internationaler Tag der Mütterzentren jetzt jedes Jahr das Symbol für die Stärke einer Bewegung sein, die ihre Kraft aus ihrer wertschätzenden Haltung gegenüber Familien zieht. Sie trägt damit zu Werte-vermittlung in der Gesellschaft bei und ist ein wichtiger Akteur, wenn es darum geht, sozialen Wandel vorzubereiten und umzusetzen. Das ist in Wohlstands-gesellschaften ebenso wie im Postsozialismus, in Nachkriegsländern, in Ländern mit ethnischer Ausgrenzung und in Slums.

Der Internationale Tag der Mütterzentren soll das Bewusstsein dafür stärken, was es heißt, Teil dieser Bewegung zu sein, die sich seit 30 Jahren darum kümmert, die Gesellschaft mit Herz, Verstand, Mut und Tatkraft von unten her zu gestalten und lebenswert zu machen.

Obwohl Mütterzentren dieses tun, ist ihre Anerkennung und Wertschätzung nicht selbstverständlich. Der Aufwand, den jedes Mütterzentrum für seine öffentliche Akzeptanz und Förderung betreiben muss, wird durch den Austausch auf internationaler Ebene aufgegriffen und anerkannt, in zielgerichtete gemeinsame Aktionen geleitet und damit im Ergebnis wahrnehmbarer.

Unser Dank

Mine e.V. und das Mütterforum Baden-Württemberg danken allen Frauen, die aus ihrer Kenntnis heraus wertvolle Ergänzungen und wo nötig auch Korrekturen zu den vorliegenden Ausführungen gemacht haben. Zu nennen sind: Marieke van Geldermalsen-Jaeckel, Amsterdam, Renate Stein, Buenos Aires, Rut Kolinska, Prag und Gudrun Hausting, Kempten. Für weitere Details und namentliche Ergänzungen, die diese Schlaglichter auf die Entwicklung einer internationalen Bewegung vervollständigen, danken wir ebenfalls herzlich. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.